Sofort-Download nach Kauf·Prompts, Vorlagen & Video-Bonus·14 Tage Geld-zurück-Garantie
← Alle Beiträge
KI-Grundlagen

ChatGPT, Claude oder Gemini — was wofür?

Lena Brandt8 Min. Lesezeit

Die Ranglisten ändern sich alle paar Monate. Was bleibt, ist die Art der Aufgabe. ChatGPT, Claude und Gemini sind alle brauchbar für Entwürfe. Sie sind nicht gleich brauchbar für dieselbe Arbeit. Hier die Trennung, mit der wir im Alltag anfangen — und ein Test, falls dein Fall dazwischen liegt.

ChatGPT: der schnelle erste Wurf

Nimm ChatGPT, wenn du aus einem kurzen Briefing schnell mehrere Varianten brauchst: Betreffzeilen, Social-Hooks, eine Gliederung, eine Antwort auf eine Standardmail. Es ist das Werkzeug, mit dem die meisten Leute schon ein Konto haben, und es ist stark darin, auf Zuruf die Richtung zu wechseln. „Kürzer. Weniger Werbung. Drei Versionen.“ funktioniert dort zuverlässig.

Schwächer wird es, sobald der Auftrag ein langes Dokument ist und du willst, dass nichts hinzugedichtet wird. Dann musst du die Prüfregel aus dem Prompt ausdrücklich setzen, sonst glättet es Lücken mit plausiblen Sätzen.

Claude: lange Texte und ein enges Briefing

Claude nimmt längere Vorlagen, Verträge in Alltagssprache, Interviewnotizen und Styleguides ernst. Es bleibt eher an der Struktur, die du vorgibst, und es schreibt weniger „Website“, wenn du „interne Notiz“ verlangst. Gut für: ein 12-seitiges Transkript zu einer Entscheidungsvorlage kürzen, einen Text in eine festgelegte Tonalität ziehen, ein Briefing in Arbeitsschritte zerlegen.

Weniger gut als einziges Werkzeug, wenn du zehn knappe Varianten in zwei Minuten willst. Dafür ist der Hin-und-her-Takt von ChatGPT oft schneller.

Gemini: Recherche neben den Dateien, die du schon hast

Gemini ist die sinnvolle erste Wahl, wenn die Arbeit in Google-Dokumenten, Tabellen oder der Suche liegt. Zusammenfassen, was in einem Doc schon steht, eine Tabelle aus Notizen bauen, eine Frage mit aktuellem Suchkontext gegenprüfen: dafür musst du das Material nicht erst in ein anderes Fenster kopieren. Für einen freien Werbetext ohne Quellen ist der Vorteil klein.

Der 20-Minuten-Test, wenn du unsicher bist

Ranglisten ersetzen diesen Test nicht. Nimm eine echte Aufgabe aus dieser Woche, denselben Prompt, drei Fenster. Bewerte jede Antwort mit vier Fragen, je 0 oder 1:

  • Steht nur drin, was du geliefert hast?
  • Hält sie Länge und Form ein?
  • Würdest du sie mit höchstens einer Korrektur rausschicken?
  • War der Weg dorthin kürzer als selbst schreiben?

Das Modell mit den meisten Punkten wird dein Standard für diese Aufgabenart. Nicht für alles. Eine zweite Aufgabenart — zum Beispiel „langes Transkript“ statt „kurze Mail“ — kann anders ausgehen. Zwei Tests reichen, um eine persönliche Regel zu haben.

Derselbe Prompt in allen drei
Fasse die Notiz unten als interne Entscheidungsvorlage zusammen.

Form: genau fünf Bulletpoints. Jeder Bulletpoint höchstens 20 Wörter.
Inhalt nur aus der Notiz. Keine Empfehlung, die dort nicht steht.
Reihenfolge: Ausgangslage, offene Frage, zwei Optionen, nächster Schritt.
Wenn etwas fehlt, schreibe [fehlt], statt es zu ergänzen.

Notiz:
Kunde will den Newsletter von monatlich auf zweiwöchentlich umstellen. Redaktion ist eine Person, vier Stunden pro Ausgabe. Öffnungsrate der letzten drei Ausgaben: 28 %, 31 %, 27 %. Keine neue Liste, kein Budget für eine zweite Person. Entscheidung bis Freitag. Optionen bisher nur: kürzere Ausgabe oder eine Ausgabe aus Wiederverwendung alter Beiträge.

Die Einstiege stehen in ChatGPT für Einsteiger, Claude für Einsteiger und Gemini im Alltag. Wie der Prompt selbst gebaut sein muss, steht in 5 Prompt-Fehler, die jeder Anfänger macht.

Passende E-Books

ChatGPT für Einsteiger
In 7 Tagen vom Neuling zum Power-User
Claude für Einsteiger
Lange Texte, klare Briefings, ruhige Antworten
Gemini im Alltag
Recherche, Docs und Bilder in einem Arbeitsfluss

Weitere Beiträge

Prompt-Grundlagen
5 Prompt-Fehler, die jeder Anfänger macht
Automatisierung
Deine erste KI-Automatisierung ohne Code