KI-Dienstleistungen, die sich heute verkaufen
Robin Trepte8 Min. Lesezeit
Kunden kaufen kein „KI“. Sie kaufen ein Ergebnis, das sie diese Woche brauchen und selbst nicht sauber hinbekommen. Die Angebote unten haben ein festes Lieferstück, eine Aufgabe, die du mit den Werkzeugen aus diesem Shop erledigen kannst, und keine Voraussetzung in Programmierung. Die Preise sind Rechenbeispiele, keine Marktgarantie.
Fünf Angebote mit Lieferstück
- Über-uns und Leistungsseite neu schreiben. Lieferstück: zwei Seiten plus ein kurzes Tonalitätsblatt, eine Korrekturrunde. Du brauchst ein Gespräch von 45 Minuten und die alten Texte.
- Prompt-Paket für ein Team. Lieferstück: zehn Prompts zu Aufgaben, die das Team jede Woche hat, jeweils mit Beispiel und Hinweis, wann er scheitert. Du brauchst eine Liste ihrer echten Aufgaben, nicht deine Vermutung.
- Angebotsentwürfe. Lieferstück: eine Vorlage plus drei ausformulierte Angebote aus echten Anfragen des Kunden. Du brauchst seine letzten drei Angebote als Muster.
- Bildstrecke für ein Angebot oder eine Karte. Lieferstück: acht Bilder in einem Look, plus die Prompts, damit der Kunde nachlegen kann. Du brauchst drei Referenzbilder von ihm.
- Monatsnotiz aus dem Meeting. Lieferstück: aus einem Mitschnitt eine Seite mit Entscheidungen, offenen Fragen und Namen. Als kleines Abo, nicht als Einzelkunst.
So rechnest du den ersten Preis
Nimm die Stunden, die du beim ersten Mal wirklich brauchst, einschließlich Gespräch und Korrektur. Multipliziere mit einem Stundensatz, den du für andere Arbeit schon nimmst — wenn du keinen hast, rechne probeweise mit 60 Euro. Leg eine Pauschale für die Korrekturrunde obendrauf, statt „unbegrenzt Änderungen“ zu versprechen.
Beispiel: Prompt-Paket. Gespräch 1 Stunde, Bauen und Testen 4 Stunden, Korrektur 1 Stunde. 6 × 60 Euro = 360 Euro. Darunter zu starten ist ein Lernpreis, kein Dauerpreis. Darüber gehst du, sobald das zweite Paket nur noch drei Stunden dauert, weil die Bibliothek steht.
Was du können musst — und was nicht
Du musst die Aufgabe des Kunden in einen Prompt übersetzen, das Ergebnis gegen sein Material prüfen und eine Runde einarbeiten. Du musst nicht programmieren, kein Modell trainieren und keine Agentur-Infrastruktur haben. Die Grenze ist ehrlich: Wenn der Kunde eine Software will, die ohne dich läuft, ist das ein anderes Angebot. Dann verweist du auf den Beitrag Deine erste KI-Automatisierung ohne Code und verkaufst erst die kleinere Version, den Entwurf.
So klingt der erste Satz an einen Kunden
Ich schreibe dir zehn Prompts für die Aufgaben, die dein Team jede Woche wiederholt — Angebote, Nachfassen, Meeting-Notizen. Du bekommst zu jedem Prompt: den Text zum Kopieren, ein ausgefülltes Beispiel aus deinem Material und den Hinweis, wann du ihn nicht benutzen solltest. Dafür brauche ich eine Liste von zehn Aufgaben und je ein Beispiel, das dir schon gefällt. Eine Korrekturrunde ist enthalten. Festpreis, genannt bevor ich anfange. Lieferzeit eine Woche nach dem Gespräch.
Den Rahmen vom ersten Auftrag bis zur Rechnung hat Der KI-Freelancer. Wie die Arbeit überhaupt Geld wird, steht in Das KI-Business, das Angebot und die Übergabe in KI-Beratung. Aus den zehn Prompts wird mit der Zeit die Bibliothek aus Deine eigene Prompt-Bibliothek in 30 Min./Woche.